Pressemitteilung
Mönchengladbach, 02.03.2010
Archiveinsturz und U-Bahn-Skandal in Köln:
Expertenteam von Kapellmann und Partner berät die Stadt Köln
Der dramatische Einsturz
inmitten der Kölner Innenstadt im März 2009 sorgt noch immer für Schlagzeilen
und zieht längst weitere Kreise als zunächst absehbar: Neue Enthüllungen und
Ermittlungserkenntnisse um den Bau der vier Kilometer langen Stadtbahnstrecke
bewegen auch ein Jahr nach dem Unglück die Medien, die Baubranche und nicht zuletzt die Kölner Bevölkerung. Bei dem Sturz des Historischen Stadtarchivs und eines benachbarten Wohnhauses in die darunter befindliche U-Bahn-Baustelle kamen zwei Menschen ums Leben. Darüber hinaus entstand ein immenser kulturgeschichtlicher Verlust. Der zu beziffernde Sachschaden beläuft sich auf mehrere 100 Mio. €, die Restaurierung der geborgenen Archivalien wird Jahrzehnte dauern.
Um das beschädigte Vertrauen in die Stadt und ihre Verkehrsbetriebe wieder herzustellen wurde nun eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Vergangene Unregelmäßigkeiten sollen restlos aufgedeckt werden. Mit den Worten des Kölner Oberbürgermeister Jürgen Roters dürfe und solle dabei nichts mehr „unter den Teppich gekehrt“ werden (WDR).
Inwieweit etwa Mängel bei der Trennung von Bauherrenschaft und Bauaufsicht vorlagen, wird aber noch abschließend zu klären sein: Im Zuge der Aufklärung der Unfallursache entwickelt sich der U-Bahn-Bau in Köln zum Skandal. Protokolle der Stützwände erweisen sich als falsch oder gar gefälscht, für die Stabilität notwendige Bewehrungseisen fehlen in erheblichem Umfang.
Die Stadt Köln hat deshalb ein Expertenteam von Kapellmann und Partner, Büro Mönchengladbach, mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragt. Dabei geht es um die Sicherung und Durchsetzung der Schadensersatzansprüche der Stadt Köln gegenüber den Verantwortlichen des Archiveinsturzes, die Wahrnehmung der städtischen Interessen in den verschiedenen strafrechtlichen Ermittlungsverfahren und um die Sicherung der Gesamtbaumaßnahme im Hinblick auf die festgestellten Baumängel und Defizite der Bauaufsicht.
Unter Federführung von Prof. Dr. Langen gehören zum Beratungsteam die Rechtsanwälte Dr. Fuchs, Dr. Berger und Dr. Kraft sowie weitere Experten der Kanzlei.
Prof. Dr. Werner Langen dazu: „In diesem hoch brisanten Fall leisten wir derzeit eine äußerst komplexe Beratungsarbeit. Das Mandat ist von hoher juristischer Brisanz und erheblichem öffentlichen Interesse geprägt. Sowohl die Bevölkerung der Stadt Köln als auch die Medien sowie die beteiligten Parteien haben ein berechtigtes Interesse nicht nur an der Aufklärung der Unfallursache, sondern auch an der Vermeidung weiterer Risiken bei der Fortführung der U-Bahn-Arbeiten.“